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WEIHNACHTSMAGAZIN
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Die ersten Weihnachtskarten ![]() 1843 wurden die ersten Weihnachtskarten in England gedruckt. Doch das Grusskartengeschäft fing erst etwa 20 Jahre danach an zu florieren. Die erste Weihnachtskarte war eine Lithographie auf dickem Papier, war ca. 12,5 cm mal 8 cm gross und gedruckt in dunkler Sepia. Die Karte zeigt ein Familienfest und enthält Glückwünsche. Die ersten so genannten Weihnachtskarten wurden von Charles Goodall & Sohn in Massenproduktion hergestellt. Sie hatten die Grösse einer Visitenkarte. Wie es damals üblich war, gab man seine Visitenkarte ab, wenn man zu jemand auf Besuch ging. Diese Weihnachts- und Neujahrskarten waren die Vorläufer der Glückwunschkarten. Wenige Jahre später, um 1850, wurden schon so hohe Kartenauflagen gedruckt, dass es sich fast jedermann leisten konnte, Weihnachtskarten zu kaufen. In den Vereinigten Staaten wurde die Weihnachtskarte durch den aus Deutschland eingewanderten Louis Prang (1824-1909) eingeführt. Von 1874 bis 1890 druckte er in Boston Weihnachtskarten im Vielfarbendruck. Zuletzt stellte er jährlich mehrere Millionen Karten her. Sein Geschäft musste Prang aufgeben, weil der amerikanische Markt um 1890 von Billigimporten aus Deutschland überschwemmt wurde. Um die Jahrhundertwende begann sich auch in Deutschland die Weihnachtskarte durchzusetzen. Davor war es üblich, sich auch hier zu Festen Glückwunschbriefe zu schreiben. In den Schulen war es üblich, dass den Kinder Glückwünsche diktiert wurden, die sie kalligraphisch besonders schön gestalteten und ihren Eltern zum Fest überreichten. 8.800 Pfund für eine Weihnachtskarte 3. Dezember, 2005 London (rpo). Bei manch einem geht die Weihnachtspost ganz schön ans Portmonee. So auch bei Jakki Brown, Generalsekretärin der britischen Grußkarten-Vereinigung: Sie ersteigerte eine der ältesten Weihnachtskarten der Welt für 8.800 Pfund (13.000 Euro). Brown ersteigerte das 162 Jahre alte Stück Karton am Samstag beim Auktionshaus Aldridge in Devizes. Die handkolorierte Karte, die eine Familie beim Weihnachtsessen zeigt, ist eine von nur zehn erhaltenen Exemplaren aus einer Auflage von 1.000 Stück aus dem Jahr 1843. Sie wurde von dem Londoner Sir Henry Cole hergestellt, der als Erfinder der kommerziellen Weihnachtskarte gilt. Das Motiv löste im viktorianischen England einiges Naserümpfen aus, weil bei der abgebildeten Familie auch Rotwein auf dem Tisch steht. Dem Brauch des Kartenschreibens zur Weihnachtszeit hat dies offenkundig nicht geschadet. Das am Samstag versteigerte Exemplar wurde an eine Miss Mary Tripsack versandt, die eine enge Freundin der Elizabeth Barrett Browning (Ehefrau des Dichters Robert Browning) war. Wer immer die Karte geschickt habe, müsse wohlhabend gewesen sein, da die Neuheit damals noch recht teuer war, teilte das Auktionshaus mit. |
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